Micro, Nano, and Molecular Systems News
11 December 2015

Per Mikroschwimmer zur Magenwand

Ein mit Enzymen beschichteter Mikropropeller verflüssigt lokal die Magenschleimhaut, um sie zu durchdringen

Micro, Nano, and Molecular Systems
PhD (2015), Postdoc, then Postdoctoral Fellow at the School of Engineering and Applied Sciences, Harvard University, USA
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Professor
Micro, Nano, and Molecular Systems
  • Postdoctoral Researcher

Helicobacter pylori macht es vor. Das im menschlichen Magen häufig vorkommende Bakterium versteht es, sich auch durch die zähe Magenschleimhaut hindurchzubewegen. Zu diesem Zweck scheidet es Substanzen aus, die den pH-Wert ihrer Umgebung verändern und damit den gelartigen Schleim verflüssigen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart haben dieses Prinzip aufgegriffen und nach ihm ein künstliches Mikrovehikel geschaffen, das ebenfalls viskose Schleimhäute durchdringen kann. Die Forscher verbinden damit eine konkrete Hoffnung: Eines Tages könnten solche Schwimmer vielleicht pharmazeutische Wirkstoffe direkt an die Magenwand transportieren – und dort für eine effektive Aufnahme in die Blutbahn sorgen.