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Finanzminister Dr. Danyal Bayaz hat am Freitag, den 14. November, gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Petra Olschowski den Neubau Cyber Valley I an die Universität Tübingen übergeben. Auch Max-Planck-Forschungsgruppen werden dort angesiedelt sein.
Tübingen - Im Forschungsbau Cyber Valley 1 arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Tübingen AI Centers der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme unter einem Dach. Auch die Cyber Valley GmbH ist dort angesiedelt. Hier werden Ausgründungen von Technologie-Startups gefördert und der Austausch zwischen Forschung und Industrie unterstützt. Der Neubau bietet auf 6.400 Quadratmetern Platz für Grundlagenforschung, interdisziplinäre Kooperationen und Technologietransfer.
Finanzminister Dr. Danyal Bayaz: „Spitzenforschung gehört zur DNA unseres Landes und ist eine wichtige Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wenn die besten Ideen aus Baden-Württemberg kommen, haben wir alle Chancen, uns Quellen künftigen Wohlstands zu erschließen. Dazu zählt Künstliche Intelligenz. Das Cyber-Valley macht Baden-Württemberg als KI Standort international sichtbar.“
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski: „Das Cyber Valley I steht für den Anspruch Baden-Württembergs, weiterhin führend in Forschung und Innovation auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz zu sein. Hier entstehen neue Technologien, Start-ups und Kooperationen, die Wissenschaft und Wirtschaft enger verbinden. Damit stärken wir den Innovationsstandort Baden-Württemberg und gestalten die technologische Zukunft des Landes.“
„Mit dem neuen Forschungsgebäude für das Cyber Valley setzt die Universität mit den beteiligten Partnern ein weiteres starkes Zeichen für den KI-Standort Tübingen und für das, was ihn so herausragend macht: Exzellente Grundlagenforschung, die den Sprung in die Anwendung schafft – durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Künstliche Intelligenz kann uns dabei unterstützen, zentrale Probleme der Gegenwart und Zukunft zu lösen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unserer Universität arbeiten an diesen Lösungsbeiträgen – von innovativen medizinischen Anwendungen bis hin zur verantwortungsvollen und ethischen Gestaltung von KI-Systemen. So entsteht Forschung, die nicht nur Wissen schafft, sondern auch konkret dazu beiträgt, das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern“, so Universitätsrektorin Prof. Karla Pollmann.
In dem kompakten Bau sind flexible Laborflächen, Hörsäle, Großraumbüros und öffentliche Lehr- und Veranstaltungsbereiche untergebracht. Das Atrium kann mit Hörsälen zusammengelegt werden. So ist das Gebäude multifunktional nutzbar. Der Neubau ist mit einer Membrandachkonstruktion aus leichten Folienkissen überdacht. Im Gebäude wird auf hohe Energieeffizienz und auf Nachhaltigkeit gesetzt. Die Fassade kombiniert bauteilintegrierte Photovoltaik mit Sonnenschutzvorrichtungen. Auf dem Dach sind 1.000 Quadratmeter Photovoltaik installiert. Das Land hat rund 77,2 Millionen Euro in den Neubau investiert. Vermögen und Bau Tübingen ist für das Projekt verantwortlich.
Neues Zuhause für die KI-Forschung in Tübingen
Mit der Übergabe des Gebäudes Cyber Valley I am 14.11.2025 wird der Campus des Cyber Valley in Tübingen erweitert – ein wichtiger Meilenstein für den KI-Forschungsstandort Tübingen. In dem repräsentativen Gebäude forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Tübingen AI Center, des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und vom Cyber Valley.
Unter den Nutzerinnen und Nutzern wird das Gebäude in Anlehnung an die Adresse Maria-von-Linden-Straße 1 liebevoll MvL1 genannt und ist eine Hommage an Maria von Linden (1869-1936), die 1892 als erste Frau in Deutschland überhaupt zum Studium zugelassen und später die erste Doktorandin an der Universität Tübingen wurde.
Das Tübingen AI Center ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme. Es bietet internationalen Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern ideale Bedingungen für exzellente KI-Forschung und engagiert sich in der KI-Bildung für Jugendliche. Als eines von sechs Zentren für Künstliche Intelligenz des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) trägt das Zentrum dazu bei, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas im Bereich der KI zu stärken. Gefördert wird es anteilig vom BMFTR sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Ziel der Forschenden ist es, verlässliche lernende Systeme zum Nutzen von Gesellschaft und Wirtschaft zu entwickeln. Mit europäischen KI-Forschern ist das Tübingen AI Center über das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems ELLIS sowie über die ELIAS Alliance für KI- und wissenschaftsbasierte Innovationen und Entrepreneurship in Europa hervorragend vernetzt.
Die Forschenden arbeiten außerdem eng mit dem ELLIS-Institut, dem Exzellenzcluster Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft und Cyber Valley zusammen.
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