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γ‐Conicein und Coniin aus Geflecktem Schierling

2016

Article

mms


Sokrates ist das bekannteste Opfer eines 399 v.d.Z. in Athen mit dem Schierlingsbecher vollstreckten Todesurteils. Tödlich giftig wirkten darin Alkaloide wie γ‐Conicein und Coniin, die nach Mäuseurin riechen. Schaudern macht, dass dieses Gift sein Opfer allmählich bei vollem Bewusstsein lähmt und dass es kein Gegengift gibt. Auch für Tiere auf der Weide ist Gefleckter Schierling stark giftig. Daher verdrängt die Landwirtschaft den Schierling. Coniin war das erste synthetisierte Alkaloid (Ladenburg, 1886). Schierlingsgifte werden heute nicht medizinisch angewendet. Wir beschreiben die Isolierung von γ‐Conicein und Coniin aus angebautem und wildem Gefleckten Schierling und analysieren ihre Struktur spektroskopisch. Dieser Artikel gehört zur Reihe über die Isolierung und Spektroskopie von Naturstoffen und ergänzt die Kapitel des Buchs “Classics in Spectroscopy” von S. Berger und D. Sicker (Wiley‐VCH 2009). Er beruht auf studentischen Arbeiten ebenso wie auf unserem präparativen Engagement als sie betreuende Wissenschaftler.

Author(s): Puidokait, Martin and Graefe, Joachim and Sehl, Anne and Steinke, Katrin and Siehl, Hans-Ullrich and Zeller, Klaus-Peter and Sicker, Dieter and Berger, Stefan
Journal: Chemie in unserer Zeit
Volume: 50
Number (issue): 6
Pages: 382-391
Year: 2016

Department(s): Modern Magnetic Systems
Bibtex Type: Article (article)
Paper Type: Journal

DOI: 10.1002/ciuz.201600768

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